Vorwort: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...

Aus Gründen der Dramatik möchten wir Sie bitten, das folgende Video zu starten, bevor Sie den Text zu lesen beginnen. Damit erhalten Sie die passende dramatische Musikuntermalung für dieses Vorwort!





SIEG! Das Sonnensystem hatte lange Zeit auf die erlösende Botschaft gewartet; nun kam sie endlich und verbreitete sich mit Lichtgeschwindigkeit: Der Konflikt mit den Ceel'u, die wie die Heuschrecken über die Planeten hergefallen waren, war vorüber! Die Solare Allianz konnte diesen Sieg für sich verbuchen, auch wenn der Preis hoch war und letztlich mit dem Tod von Präsident d'Oridan bezahlt wurde.



Viele Bewohner des Sonnensystems setzten nun ihre Hoffnungen auf die erneuernde Kraft der Solaren Allianz, jenem Bündnis der Planeten, das die Botschaft von Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit in die entlegensten Winkel des Sonnensystem zu bringen versprach. Dem Sturm, den die Ceel’u über das System gebracht hatte, trotzte die Allianz gleich einem kräftigen Baum.



Was jedoch kaum jemand ahnte: Auch wenn der Baum eine starke Rinde zu haben schien, so war er doch schon dabei, von innen heraus zu verfaulen. Genau wie die Pest, die im Gefolge der Ratten über das mittelalterliche Europa hereinbrach, so kamen nun jene aus ihren Löchern gekrochen, die an dem lang anhaltenden Krieg gut verdient hatten. Jene, die im Schatten lauerten und auf eine Fortsetzung des Krieges spekuliert hatten, rissen damit die Wirtschaft des Sonnensystems in eine tiefe Krise.



Ermutigt und unterstützt durch ruhelose, machthungrige Individuen innerhalb der Regierung und den mächtigen Handelsorganisationen schaffte es die ehrgeizige Königin von Gothanien Gondiril Cadumá, sich zum Wortführer der HANSE aufzuschwingen. Sie versprach, die Unzufriedenen zu einen und Wohlstand und Freiheit wieder herzustellen.



Doch anstatt die Stimmen der Unzufriedenen und Benachteiligten zu hören, verschloss sie sich vor der Bevölkerung. Die Rufe der Leute nach Gerechtigkeit erreichten ihre Ohren nicht mehr. Stattdessen begannen die Regierungsbeamten und Bürokraten, eine Herrschaft des Terrors über die entmutigten Welten des Sonnensystems auszubreiten. Viele benutzten den Namen der immer mehr isolierten Königin, um ihren eigenen politischen Ehrgeiz voran zu treiben.



Aber es gab nicht nur Zuspruch, eine kleine Anzahl von Völkern rebellierte gegen diese Verbrechen. Sie erklärten sich zur Opposition gegen die Neue Ordnung und begannen den großen Kampf, um die Gerechtigkeit wieder herzustellen. Von Anfang an waren sie in Unterzahl zu den Völkern, die die HANSE in Leibeigenschaft hielt. In diesen ersten dunklen Tagen schien es fast so, als werde die die helle Flamme des Widerstands ausgelöscht.



Mitten in dieser Krise ist es die Aufgabe der interplanetaren Verteidigungsorganisation ASTROCOHORS, einen Neubeginn zu wagen. Der Krieg hatte ASTROCOHORS nicht nur viele Raumschiffe, sondern auch Offiziere gekostet. Geschüttelt von immer neuen Hiobsbotschaften versucht die Führung der Organisation, einen Betrieb aufrecht zu erhalten, damit der interplanetare Flugverkehr funktioniert und neue, fremde Planeten erforscht werden.



Allenthalben war man sich uneins darüber, wie dieser Neubeginn auszusehen hatte. Und auch hier kamen wieder jene aus ihren Löchern gekrochen, die selbst aus Situationen großer Not noch ihren Vorteil schlagen wollten. Politiker spielten ihre Intrigen, erklärten Absichten, bekräftigten, dass jetzt "nunmehr genug des Geredes" sei, und dass man endlich Taten sehen lassen und die Aufgabe angehen sollte.



Diese Aufgabe kann nicht von heute auf morgen erledigt werden, deswegen nimmt man sich ein Jahr Zeit, um die Vorbereitungen zu treffen und Abläufe zu organisieren. Dieses Jahr - den Zeitraum zwischen August 2435 und 2436 - nannte man später "das Jahr, das die Zeit vergaß"...